„Ein Mensch, dem nichts daran liegt, reich zu werden und aufzusteigen, der einfach gut sein und dienen will, das kommt so selten vor, dass es geradezu verdächtig erscheint.
Verdienen, haben, sich behaupten: das scheint begehrenswerter, als gut sein und nichts zu haben.
Die Demut gilt in unserer Welt so wenig wie die Unschuld.
Aber nur den Demütigen kann Gott sagen: Mein Freund, rücke weiter hinauf.“
Soweit die Einleitung zum 22. Sonntag’C …
Habe ich mich jemals vorgedrängt? Habe ich nicht eher immer anderen den Vorzug gegeben.
Ja(!), ich habe Wort gehalten – wo ich zwar eingeladen war zu reden; und andere sich dann hervortaten, habe ich ihnen das Wort gelassen …
Und das hatte nichts mit Demut zu tun; eher mit Mut … denn, wenn man Seinen Auftrag erfüllen soll, dann muss man auch zur rechten Zeit Schweigen können; so habe ich immer den Priestern die Entscheidung überlassen … und nie aus mir selbst gewirkt.
Und Gott hat es gesegnet, auch wenn einige das anders sehen.
Jesus hat gelehrt und wenn nötig auch belehrt; was hätte ich anders tun sollen; als IHM den Raum zu lassen, der nötig war; um Sein Wirken geltend zu machen.
Ja(!), ich weiß, dass das andere gerne anders mach(t)en und sich in die ERSTE Reihe stellen; ungefragt den vordersten Platz eingenommen haben; …
Gott weiß das … und, hat es gesegnet, auch wenn einige das anders sehen.
Denken wir einmal nach, was wir in der sonntäglichen Liturgie hören und wo wir stehen …