Weizen und Unkraut im Herzen

Weizen und Unkraut stehen auf dem Acker durcheinander. Und so ist es in der Kirche Gottes: sie ist eine Kirche aus Sündern und Heiligen.

Wo verläuft die Grenze?

Gott lässt jeden seinen Weg gehen, ER lässt auch das Unkraut wachsen.

Am Tag der Ernte werden wir wissen, was Unkraut und was Weizen war.

Und vielleicht wird die Überraschung groß sein.

Soweit die Einführung zum 16. Sonntag im Jahreskreis‘A

Einige meinen, das Unkraut sofort zu erkennen; tun ALLES, um es herauszureißen zu wollen. Schon so mancher „Heiliger“ entpuppt sich dann doch eher als Unkraut.

Gut, dass ich es nicht entscheiden muss, zu urteilen und zu richten, was wer ist.

Denn Gott gab jedem eines mit auf dem Lebensweg: Sei Weizen … und kümmere Dich nicht um das Unkraut. Oder wie ich in verschiedenen Vortragstreffen sagen sollte:

Achte darauf, dass Du auf dem Mutterschiff bist; tue ALLES damit die auf den untergehenden Beibooten rechtzeitig umkehren und mit auf das Mutterschiff kommen.

Denn am Tag der Ernte gehen nicht nur die Beiboote unter – mit allen und allem, was sich darauf befindet – sondern: „zur Zeit der Ernte will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Büschel zum Verbrennen, den Weizen aber sammelt in meine Scheuer.“ (vgl. Matth.13,30b)

NEIN!, das ist keine Drohungkeine Drohbotschaft – für die, die nach Gottes Willen leben wollen.
Wir sollten aber nicht die Egoismen ausleben wollen, und meinen die Leute zu zwingen, jetzt doch das Mutterschiff aufzusuchen; das Unkraut zwischen dem Weizen herausziehen zu wollen.

Denn auf dem Mutterschiff gibt es keine Egoismen; keinen Zorn; keinen Streit gegen bzw. um etwas; es gibt dort kein Unkraut.

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