Weizen und Unkraut im Herzen

Weizen und Unkraut stehen auf dem Acker durcheinander. Und so ist es in der Kirche Gottes: sie ist eine Kirche aus Sündern und Heiligen.

Wo verläuft die Grenze?

Gott lässt jeden seinen Weg gehen, ER lässt auch das Unkraut wachsen.

Am Tag der Ernte werden wir wissen, was Unkraut und was Weizen war.

Und vielleicht wird die Überraschung groß sein.

Soweit die Einführung zum 16. Sonntag im Jahreskreis‘A

Einige meinen, das Unkraut sofort zu erkennen; tun ALLES, um es herauszureißen zu wollen. Schon so mancher „Heiliger“ entpuppt sich dann doch eher als Unkraut.

Gut, dass ich es nicht entscheiden muss, zu urteilen und zu richten, was wer ist.

Denn Gott gab jedem eines mit auf dem Lebensweg: Sei Weizen … und kümmere Dich nicht um das Unkraut. Oder wie ich in verschiedenen Vortragstreffen sagen sollte:

Achte darauf, dass Du auf dem Mutterschiff bist; tue ALLES damit die auf den untergehenden Beibooten rechtzeitig umkehren und mit auf das Mutterschiff kommen.

Denn am Tag der Ernte gehen nicht nur die Beiboote unter – mit allen und allem, was sich darauf befindet – sondern: „zur Zeit der Ernte will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Büschel zum Verbrennen, den Weizen aber sammelt in meine Scheuer.“ (vgl. Matth.13,30b)

NEIN!, das ist keine Drohungkeine Drohbotschaft – für die, die nach Gottes Willen leben wollen.
Wir sollten aber nicht die Egoismen ausleben wollen, und meinen die Leute zu zwingen, jetzt doch das Mutterschiff aufzusuchen; das Unkraut zwischen dem Weizen herausziehen zu wollen.

Denn auf dem Mutterschiff gibt es keine Egoismen; keinen Zorn; keinen Streit gegen bzw. um etwas; es gibt dort kein Unkraut.

Das Wort Gottes

…, das Neues schafft und Bestehendes segnet, ist gültig; denn Gott hat die Macht, und ER ist treu.

Die Natur gehorcht seinem Wort ohne Widerspruch; wir Menschen haben wie einst das Volk Israel in Zeiten der Prüfung, oft Mühe, dem Wort des Trostes und der Verheißung zu trauen.

Da muss unser Glaube sich als Hoffnung bewähren.

Soweit die Einführung zum 15. Sonntag im Jahreskreis‘A

Wenn Mitmenschen nicht nur nicht gehorchen [hören auf Gottes Wort], sondern sich ständig abarbeiten müssen – an Fehlern der vielen Jahrhunderte – die Einzelne begangen haben; nicht das Gute in die Waagschale legen; versäumen zu betrachten, auch selbst Fehler zu machen – oder schon Heilige sind?

Wie wäre es: aus Fehlern der Vergangenheit Heute zu lernen, damit man sie „Morgen“ nicht selbst wiederholt. Und genau das tun wir ständig: Fehler der Vergangenheit Heute wiederholen. Wer wird uns Morgen daran erinnern, dass man selbst hätte besseres vorleben zu können.

Wer im Namen Gottes kommt

Wer im Namen Gottes zu den Menschen kommt, braucht nicht großartig aufzutreten, er kann auf Gewalt verzichten.
Jesus hat die seliggepriesen, die keine Gewalt anwenden; ER selbst hat gezeigt, wie das aussieht und was dabei herauskommt.
Wirkliche Demut ist nicht Schwachheit, sondern Freiheit.
Jesus ist frei, um für andere dazusein, auch für sie zu sterben.

Soweit die Einführung zum 14. Sonntag im Jahreskreis‘A

Wenn Du das erste Mal ein Haus / eine Wohnung betrittst, vergiss nicht Gottes Segen vorauszusenden; so spreche ich „Der Friede sei mit Dir / Euch und ALLE die gehen ein und aus!“ – natürlich kann man das bei jedem Besuch wiederholen.

Und wo es nicht erwünscht ist (was es auch gegeben hat), insgeheim – im Stillen. Gott kennt Deine Absicht; und es heißt ja: „Betretet ihr ein Haus, so sagt zuerst: Friede diesem Haus! Und ist darin ein Sohn des Friedens, so wird euer Friede sich niederlassen auf ihn, wenn aber nicht, so wird er auf euch zurückkehren.“ (vgl. Lk.10,5.6) …

Kein Segen, den Du spendest, bleibt fruchtlos; im Übrigen: „Ihr sollt Segen sein!“ (vgl. Gen.12,2b) und das Euer Segen bleibt. Das gilt ebenso wie: Ihr seid das Salz / Licht der Erde! (vgl. Matth.5,13-16)